Rosen richtig schneiden – so schwierig ist das garnicht…

Heute geht’s um das Thema Rosen und ihren Rückschnitt. Ich versuche euch das vermeintlich komplizierte Thema etwas zu vereinfachen:

Der beste Zeitpunkt um den Rosen einen neuen Schnitt zu verpassen ist während die Forsythien blühen. Je nach Witterung ist das zwischen Ende März und Mitte Mai. Ihr müsste bitte unbedingt eine gut schneidende Gartenschere verwenden, mit herkömmlichen Haushalts-scheren entstehen leicht Quetschungen und das mögen Rosen nicht.

Dann unterscheidet man folgende Rosenarten:

  • Edelrose
  • Bodendeckerrose
  • Strauchrosen
  • Kletterrosen & Rambler

Edelrosen

Wieviel schneidet man ab? In der Regel kann man bis auf 3-5 Augen zurückschneiden.

Als „Auge“ werden die Stellen an den Rosen bezeichnet, aus denen bei einsetzendem Wachstum die neuen Triebe herauskommen. Rosen können, wie die meisten Pflanzen, nur an spezifischen Stellen austreiben, den sog. Blattknoten (Nodien), an denen – wie der Name schon sagt -die Blätter sitzen. Blattknoten sind Stellen am Trieb, die optisch auffallen, weil sie etwas dicker sind und irgendwie so ein bisschen wie ein Ring aussehen.

Wo war ich? Ach ja: Die Rosentriebe auf 3-5 Augen zurückschneiden.

Dabei wird natürlich von unten gezählt. Je stärker der Schnitt, desto kräftiger das Wachstum und die Blüte. D.h. wenn Du bis 5 zählen kannst, kannst Du Rosen richtig schneiden. Nicht so schwierig wie gedacht, oder?

Abgezählter Weise hat man also jetzt ein Auge pro Rosentrieb ins Visier zu nehmen. Für welches man sich entscheidet, hängt davon ab, in welche Richtung es zeigt. Weist das Auge nach innen zur Rosenpflanzen-Mitte hin, ist ein neuer Ast zu erwarten, der in eine Richtung wächst, die man nicht haben will. Also sucht man ein passendes Auge, das schön nach außen zeigt. Ob es dann das 3. oder 6. Auge ist, ist letztlich egal. Hauptsache, die Richtung stimmt, damit der neue Rosentrieb richtig wächst!

Bodendeckerrosen

Bodendeckerrosen sind wirklich pflegeleicht. Man kann sie entweder wie die Edelrosen schneiden oder sogar mit der Heckenschere drüber mähen. An sich würden sie auch ohne Schnitt auskommen. In jedem Fall solltet ihr die alten Blüten entfernen. Ein neuer „Haarschnitt“ zwischendurch tut uns aber allen hin und wieder gut.

Strauchrosen

Den Strauchrosen am besten einen Auslichtungsschnitt verpassen und die übrigen Äste um 1/3 bis 1/2 auf ein kräftiges Auge zurückschneiden.

Kletterrosen

Kletterrosen wenig schneiden. Es reicht ein Auslichtungsschnitt hin und wieder.

Achtung: einmalblühende Kletterrosen und Rambler nach der Blüte schneiden, sonst nimmt man sich was von der Pracht. Mehrfach blühende Kletterrosen können auch im Frühjahr geschnitten werden. Ansonsten gilt, dass Kletterrosen hauptsächlich am waagerechten Ästen blühen. Also lieber zur Seite binden, als abschneiden!

Rosensorte und Wunsch-Auge gefunden? Gut! Schnapp dir die Schere und los geht’s!

Noch ein Tipp: Nach der ersten Blüte könnt ihr gut und gerne die Schere ansetzen. Wenn ihr die verblühten Blüten entfernt, bekommt die Rose neue Knospen und ihr es kommt zu einer 2. Blütezeit.

Ich hoffe ich konnte euch ein bisschen weiterhelfen!

Eure starke Gärtnerin

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