Schädlingsbekämpfung im Innenraum!

Die größte Herausforderung bei der Pflege von Zimmerpflanzen sind die Schädlinge. Vielleicht steht ihr vor dem Problem, gar nicht genau zu wissen, ob eure Pflanze an einem unerwünschten Gast leidet.

Für gewöhnlich gibt es dafür aber sehr eindeutige Anzeichen, die ich euch hier aufgelistet habe:

Solltet ihr keine Lösung für euer Schädlingsproblem gefunden haben, kontaktiert mich oder schaut beim Gärtner eures Vertrauens vorbei.

Verformungen der Pflanzenteile sprechen dafür, dass etwas nicht so ist, wie es sein sollte. Manche Befälle lassen Blätter einrollen oder geschwürartige Wulste ausbilden. Das kann viele verschiedene Ursachen haben. Diese reichen von Insekten bis hin zu Viren und Pilzen. Daher am besten vom Fachmann kontrollieren lassen!

Eine Ursache können Thripse sein, deren Befall Verkrüppelungen der Blätter nach sich zieht. Sie werden blass, wulstig und verändern die Farbe – charakteristisch sind etwa silbrige Flecken. Die Tierchen selbst sind winzig und man muss schon genau hinsehen, um sie zu entdecken.

Einen Befall durch Thripse behandelt man zB mit SpinTor® einem im Bio-Landbau zugelassenen Mittel (InfoXgen-gelistet).

Verfärbungen der Blätter – jegliche Veränderung der Farbe, die die Blätter der Pflanze annehmen, könnten ein Zeichen eines Parasiten sein. Auch manche Viren und Pilze können solche Verfärbungen auslösen. Vorsicht: eine gelbliche Verfärbung kann auch auf Wassermangel hinweisen. Kontrolliert also vorher genau ob das Erdreich der Pflanze feucht ist.

Mittel dagegen: Ich rate euch beim nächsten Fachgeschäft eines der befallenen Blätter mitzunehmen (am besten in einem Plastik-Tüte) und den Gärtner eures Vertrauens um Rat zu fragen. Oft kann man aufgrund eines Fotos nicht genau erkennen um welche Erkrankung es sich handelt. 

klebriger Film auf den Blättern bzw. kleine Tröpfchen oder gar Pfützen klebriger Substanz ist meistens Honigtau. Das ist eine zuckrige Lösung, die viele Pflanzensauger ausscheiden.

Blattläuse können hier die Ursache sein: kleine Tierchen, die zumeist an der Blatt-Unterseite sitzen und den Saft der Pflanze saugen. Die können transparent-grünlich bis hin zu fast schwarz sein und finden sich meist in Gruppen.

Mittel dagegen: Eine Mischung aus Schmierseife und Wasser auf die Blätter sprühen, oder ihr besorgt euch ein biologisches Insektizid (zB Spruzid® von Kwizda) im Fachmarkt. Im Freien kann man den Plagegeistern auch  mit Marienkäfern an den Leib rücken.

Dunkle Knubbelchen, entweder vereinzelt, oder als ganze Traube sind zumeist kleine Insekten, wie z.B. Schildläuse, die es sich an der Pflanze gemütlich gemacht haben. Frühe Stadien des Befalls zeigen noch keine starken Schäden an der Pflanze. Wenn sich aber einmal genug Schildläuse an eurem grünen Schützling gelabt haben, verfärben sich die Blätter, werden krause und fallen schließlich ganz ab.

Mittel dagegen: Der Schildlaus rückt man am besten mit einem ölhaltigen, biologischen Insektizid (zB Para Sommer® von Kwizda) zu Leibe. Auch eine Reinigung der Pflanzenteile mit einer Schmierseifenlauge (Pinsel od. Schwamm) dezimiert den Schädling.

Feinste Spinnweben oder Fäden – manchmal erst sichtbar, nachdem man die Pflanze mit Wasser besprüht hat – sind ein klares Anzeichen eines Befalls der Spinnmilbe. Die Milben selbst sind oft nur schwer erkennbar. Ein Problem ist dabei, dass manche Arten von Spinnmilben die Fäden gar nicht erzeugen. Das kann dazu führen, dass der Befall erst erkannt wird, nachdem schon viel Schaden angerichtet ist. Kaliseifenlösung

Mittel dagegen: Am besten ihr verwendet eine Kaliseifenlösung und sprüht die Pflanze damit ein. Im Handel gibt es die Seife zB unter dem Namen Naturid® von Kwizda. Ihr könnt euch aber im Fachhandel auch Nützlinge bestellen! In diesem Fall sind das Raubmilben, welche die lästigen Spinnmilben auffressen.

Kleine Mückenschwärme heben ab, wann immer ihr die Pflanze gießt oder berührt? Klingt nach Trauermücken: Deren Maden mögen feuchte Böden. Wenn möglich, den Boden ein wenig austrocknen lassen und künftig nicht zu stark wässern.

Mittel dagegen: Geleimte Gelbtafeln können hier vollkommen ungiftig  Abhilfe schaffen. Diese werden einfach in der Nähe der Pflanze aufgehängt od. in den Topf gesteckt – die lästigen Fliegen werden von der gelben Farbe angezogen und bleiben daran kleben.

Schwarze, rußartige Ablagerungen an den Blättern sprechen für Pilzbefall – zumeist ein Rußtaupilz. Dieser ist in den meisten Fällen nichts, was die Pflanze nachhaltig schädigt. Allerdings gedeiht er dort, wo auch Honigtau ist: die klebrige, zuckerhaltige Substanz, die andere Schädlinge ausscheiden.

Mittel dagegen: Hier empfehle ich euch zuerst, die befallenen Pflanzen in die Dusche zu stellen und einmal gründlich mit lauwarmen Wasser zu reinigen. Sollte das nicht leicht möglich sein, dann mit einer lauwarmen Schmierseifenlösung die Blätter abwischen (Vorsicht bei Pflanzen mit behaarten Blättern wie zB Usambaraveilchen!). Danach verwendet ihr am besten noch ein biologisches insektizid (Spruzid®) um die Pflanzen von den Läusen zu befreien.

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